Mr. Turner – Meister des Lichts

 Mr. Turner – Meister des Lichts ist ein britischer Spielfilm von Mike Leigh aus dem Jahre 2014. Timothy Spall ist in der Hauptrolle des britischen Landschaftsmalers William Turner zu sehen

 Der Film beginnt, als Turner bereits ein bekannter und einigermaßen wohlhabender Landschaftsmaler ist. Er lebt mit seinem Vater, einem ehemaligen Barbier, zusammen, der ihn bei der Vorbereitung der Farben und Leinwände und der Betreuung von Besuchern unterstützt.

Als exzentrischer, großzügiger und humorvoller Eigenbrötler ist Turner im gesellschaftlichen Umgang oft einsilbig bis zur Grobheit, kann sich aber auch einer sehr gebildeten Sprache bedienen.

Deutscher TitelMr. Turner – Meister des Lichts
OriginaltitelMr. Turner
ProduktionslandVereinigtes Königreich
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2014
Länge150 Minuten
AltersfreigabeFSK 6
RegieMike Leigh
DrehbuchMike Leigh
ProduktionGeorgina Lowe,
Michel Saint-Jean,
Malte Grunert
MusikGary Yershon
KameraDick Pope
SchnittJon Gregory
Besetzung
Timothy Spall: William Turner
Paul Jesson: William Turner sen.
Dorothy Atkinson: Hannah Danby
Marion Bailey: Sophia Booth
Karl Johnson: Mr. Booth
Ruth Sheen: Sarah Danby
Sandy Foster: Evelina
Amy Dawson: Georgiana
Lesley Manville: Mary Somerville
Martin Savage: Benjamin Robert Haydon
Richard Bremmer: George Jones
David Horovitch: Dr. Price
Patrick Godfrey: Lord Egremont
Leo Bill: John Jabez Edwin Mayall
Joshua McGuire: John Ruskin
Tom Edden: CR Leslie
Mark Stanley: Clarkson Stanfield
Niall Buggy: John Carew
Fred Pearson: Sir William Beechey


Szenenhaft wird gezeigt, wie Turner die Grundideen für seine Bilder findet. Sein Skizzenbuch ist dabei ein ständiger Begleiter und Grundlage seiner Bilder. Der alte Seemann Booth erzählt, dass er als Zimmermann auf einem Sklavenschiff gefahren ist, und Turner malt daraufhin sein Bild Das Sklavenschiff. Turner und Begleiter werden auf der Themse gerudert und können beobachten, wie ein Kriegsschiff zum Abwracken geschleppt wird. Turner malt The Fighting Temeraire. Auf seinen Reisen beobachtet er einen Dampfzug. Das führt zum Bild Rain, Steam and Speed – The Great Western Railway.
In die Küstenstadt Margate, wo er zur Schule gegangen ist, zieht es ihn immer wieder hin. Hier malt er die aufbrausende See und zeigt die Kraft des Lichts mit intensiven Farben, vor allem von Ocker- und Gelbtönen. Einmal lässt er sich sogar auf hoher See im Ausguck eines Segelschiffs festbinden, um die Dramatik des Meeres auf der Leinwand besser darstellen zu können. Seine schnelle Maltechnik galt als außergewöhnlich, dazu sein Spucken auf die Leinwand und bestimmte streng gehütete Malfarben.
Als sein Vater stirbt, fällt Turner in eine Depression. Zunächst erhält er für seine Arbeiten als Maler Anerkennung durch Ausstellungen, wobei er hier u. a. vor allen Augen seinem eigenen Bild eine Boje zufügt. Seine Bilder werden jedoch immer abstrakter und er verliert an Anerkennung bei seinen reichen, adligen Kunden, nachdem sich Königin Victoria negativ darüber geäußert hat. In der Royal Academy wird er zwar nach wie vor respektiert, aber auch als Sonderling isoliert. Während sein Londoner Haus mit den angeschlossenen Verkaufsräumen schließlich nur noch von seiner Haushälterin bewohnt wird, flüchtet sich der Maler zur praktisch begabten Zimmerwirtin und Witwe Sophia Booth nach Margate, die bis zu seinem Tod liebevoll für ihn sorgt. Die letzte Szeneneinstellung zeigt Turners Haushälterin in seinem nun verlassenen Atelier mit Farben und Leinwänden.
Testamentarisch hat Turner verfügt, dass seine Werke an den britischen Staat fallen sollen. Den Verkauf seiner gesamten Kunstsammlung an einen wohlhabenden Bürger lehnt er am Ende seines Lebens ab.



Regie:  Mike Leigh,(* 20. Februar 1943 in Salford, Greater Manchester, England) ist ein britischer Theater- und Filmregisseur, Drama- und Drehbuchautor, Schauspieler und Bühnenbildner.

Er gilt als Exponent des New British Cinema.

 


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